Spiele(n) um 1800

Wie verbrachten die Menschen zu Beginn des 19. Jahrhunderts ihre Freizeit? Welche Bedeutung hatte dabei das Spiel? Wo trafen sich die Menschen, um zu spielen? Wie kunstvoll oder einfach waren die Spiele gestaltet?

Antworten auf diese und weitere Fragen sind wir mit dem Projekt “Spiele(n) um 1800” auf die Spur gekommen. Das Projekt richtet sich an Erwachsene und Kinder gleichermaßen - alle Altersgruppen werden “ihr” Spiel finden, garantiert! Das Projekt wurde vom Verband Jahrfeier Völkerschlacht b. Leipzig 1813 e.V. unter Leitung von Michél Kothe entwickelt und wird weiterhin, insbesondere mittels Spielnachmittagen, fortgeführt.
Zu unserem Angebot gehören u.a.:
- historische Kegelbahn
- Galgenkegeln
- Wurfspiele wie der "Töpferstand" und der "gefangene Napoleon"
- das Bedrucken von Proviantbeuteln der Soldaten
- Ausmalbögen mit historischen Motiven

Historisches: Zu spielen ist der Urtrieb eines jeden jungen Individuums - Mensch wie Tier lernen spielend und erwerben somit notwendiges Wissen sowie Fertigkeiten für das spätere Leben, das Erwachsenendasein. Darüber hinaus dient spielen aber auch der Erholung, des Vergnügens und des Zeitvertreibes. So spielte man z. B. im alten Ägypten ein Brettspiel, welches Senet hieß. Es war eines der beliebtesten Spiele der Zeit um 1350 v. Chr. Heute heißt das Spiel Backgammon.
Im 19. Jahrhundert agieren Kinder in ihren „geschlechterspezifischen“ Spielwelten – Jungen spielen Jungenspiele und Mädchen spielen Mädchenspiele. Die Jungen erobern dabei die Welt außerhalb der häuslichen guten Stube, sie spielen im Freien – werfen mit Murmeln, reiten auf dem Steckenpferd, spielen das Soldatenleben nach. Puppen, ganz gleich ob aus Holz, Wachs, Knetteig, Stoff oder Porzellan, sind begehrt und bevölkern oftmals die Kinderzimmer der Mädchen. Häusliche Pflichten bestimmen den Alltag einer Frau des 19. Jahrhunderts und somit sind Kochen, Waschen, sich um die Kinder und den restlichen Hausstand kümmern der Mittelpunkt der Mädchen-Spielwelt. Jenes gespielte Leben spiegelt sich am besten in den Puppenstuben bzw. Puppenhäusern jener Zeit wider.

Kontakt: Verband Jahrfeier Völkerschlacht b. Leipzig 1813 e.V.
Michél Kothe | E-mail: info@leipzig1813.com

Ein besonderer Dank geht an Franziska Schubert (Kunsthistorikerin, Leipzig) und Helmut Börner (Kulturhistoriker, Leipzig) für ihre inhaltlichen Recherchen und fachkundige Begleitung.
Unersetzlich ist zudem die Unterstützung der inab - Unternehmen für Bildung im bfw (Berufsfortbildungswerk GmbH), die das Projekt mit dem Nachbau von historischen Spielen versorgt.
Ein weiterer Dank gilt den Jobcentern (zuvor die ARGE) Leipzig bzw. Leipziger Land, die uns und die inab unterstützen. Das Projekt wurde finanziell gefördert von: Bürgerstiftung Leipzig, Kultusamt Landkreis Leipzig

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